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"Eine ganz heiße Nummer 2 - Alle nackert" Drehbeginn?

"Eine ganz heiße Nummer"

Großes Kino im Bayerwald – eine Komödie über Telefonsex

Was tun, wenn das eigene Lebensmittelgeschäft keinen Ertrag mehr abwirft? Na klar, eine Telefonsex-Hotline einrichten. Denn, so stellen die drei Damen Maria (Bettina Mittendorfer), Waltraud (Gisela Schneeberger) und Lena (Rosalie Thomass) fest: Sex bringt Kohle. Dass das natürlich in einem Ort wie „Mariazell" – so der Filmname – im Bayerischen Wald für Aufruhr sorgt, verwundert nicht. Und fertig sind die Zutaten für eine wunderbare bayerische Kino-Komödie.

Damit betreten das Produktionsteam und Regisseur Markus Goller (Friendship) filmisches Neuland. 

Denn Bayern im Kino fand bislang hauptsächlich in Oberbayern, rund um Bad Tölz oder im Allgäu statt. Der Bayerische Wald, so sagt Schauspielerin Cleo Kretschmer, ist ein „unentdecktes Paradies", und der Film „Eine ganz heiße Nummer" sei vielleicht nur der Anfang dessen Erforschung. „Der Film ist sicher eine tolle Werbung für diese Region, der die Gegend bekannter machen wird", sagt sie. Und sie weiß wovon sie spricht, schließlich wurde sie in Wegscheid geboren und fühlt sich selbst als Waidlerin. „Der Bayerische Wald ist so etwas, wie Klein-Kanada", setzt Kretschmer noch eins drauf.

Damit trifft sie auch die Stimmung unter ihren Kolleginnen und Kollegen, die an diesem Film mitwirken. Da ist zum Beispiel der Passauer Kabarettist Sigi Zimmerschied, der in die Rolle des Dorfpfarrers Gandl schlüpft. Der Passauer sieht sich selbst auch ein wenig als Kämpfer für den Bayerischen Wald: „Es ist höchste Zeit, dass wir von diesen immergleichen Drehorten in Oberbayern weg kommen", sagt er. Dass der Bayerische Wald ins Interesse der Filmleute rückt, auch daran wolle er kräftig mitwirken.

Wenn auch gerade seine Person – genauer seine kabarettistischen Wurzeln – die Filmerei im Bayerischen Wald mitunter erschweren können. So hat es das Bistum Regensburg nicht übers Herz gebracht, Szenen mit Zimmerschied in der Gotteszeller Kirche oder im Hof des ehemaligen Klosters drehen zu lassen. Immerhin: Der Pfarrer in Kirchaitnach ist mutig genug, sein Gotteshaus zur Verfügung zu stellen. Zimmerschied zum Kirchen-Boykott: „Natürlich habe ich früher die Kirche bekämpft, allerdings nur in meinen Kabarett-Programmen. Dass dies aber eigentlich ein Einsatz für die Kirche war, haben viele dabei übersehen."

Zimmerschied hat einst ein paar Semester Religionspädagogik studiert, kam aber mit der Amtskirche nicht zurecht. „Deshalb ist diese Rolle für mich sehr spannend: Sobald ich in das Priestergewand schlüpfe, spüre ich, wie sich alles ändert: Ich bewege mich anders, ich rede anders und ich versuche, hinter die Fassade zu blicken: Auf die Wünsche, vielleicht die Sehnsüchte, die ein Pfarrer haben könnte." Freilich: Seine Sicht auf die Amtskirche würde dieses Gewand allerdings auch nicht ändern.

Doch zurück zum Ort des Geschehens: dem Bayerischen Wald. Regisseur Goller empfindet den Drehort als Geschenk: „Die Landschaft ist phänomenal, ich bin einfach nur begeistert", sagte er gegenüber dem Wochenblatt. „Leider haben wir zu wenig Zeit, das alles genauer zu erkunden: Aber wir haben schöne Bilder eingefangen und werden diese ganz besondere Gegend im Film entsprechend darstellen." Das sei er der Region auch schuldig, wie er es sagt: „Denn wir erleben hier eine unglaubliche Gastfreundschaft, so dass sich alle sehr sehr wohl fühlen."

Dass der Film überhaupt im Bayerischen Wald gedreht wird, ist der Roman- und Drehbuch-Autorin Andrea Sixt aus Regensburg zu danken. „Ich war früher oft in Regen, Bodenmais oder Zwiesel und liebe diese Gegend", sagt sie. Als sie beschloss, einen Roman über Arbeitslosigkeit zu schreiben, sei ihr sofort der Bayerische Wald eingefallen: „Da ist es authentisch." Jetzt, da in Gotteszell gedreht wird, „bin ich glücklich, hier zu sein. Ich sehe heute vieles mit anderen Augen, als in der Jugendzeit, sehe vor allem die Schönheit dieser Region", sagt sie. Und weil die Begeisterung so groß ist, werden die Szenen, die im Film in Regensburg spielen, in Deggendorf gedreht.

Und so fühlt sich das Filmteam in Gotteszell und auch in Kollnburg, wo die meisten untergebracht sind, äußerst wohl. Hauptdarstellerin Bettina Mittendorfer aus Traunstein genießt den Dreh in ihrer Heimat – denn auch sie ist in Niederbayern geboren. „Es ist schön, hier vor der Kamera zu stehen", sagt sie. Gerade die Szenen, in denen Telefonsex zu spielen ist, müsse sie teils an ihre Grenzen gehen, „weil man dabei doch ein Stückweit von sich selbst preis gibt. Das in der Heimat zu drehen, gibt mir die nötige Sicherheit."

Der nötige Spaß ist auch dabei und die Stimmung am Filmset scheint schwer zu trüben zu sein. Zahlreiche Komparsen mussten vergangene Woche stundenlang in der Kälte ausharren und immer wieder die gleiche Szene spielen. Starkameramann Ueli Steiger (Independence Day) arbeitet mit hochauflösendem Film und dreht die Szenen aus allen erdenklichen Kamerapositionen.

Die Laien-Darsteller blieben trotzdem eifrig bei der Sache, hatten ihren Spaß, wie beispielsweise Albert Fritz aus Zwiesel bestätigt: „Ich bin davon überzeugt, das wird der Film des Jahres 2011!"

Im September nächsten Jahres kommt der Film in die Kinos – und sollte es ein Erfolg werden, so wäre das vielleicht der Anfang für den Bayerischen Wald, im Kino eine neue Karriere zu starten und damit vielleicht auch ein neues Image zu erhalten. Cleo Kretschmer jedenfalls ist davon überzeugt: „Wir sind alle mit Herzenergie dabei. Dieser Film hat das Potenzial, dass es davon vielleicht noch einen zweiten, einen dritten oder sogar einen vierten Teil geben wird."

 

Von Lothar Wandtner

/ Bayerwald Wochenblatt





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